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Rohstoffpolitik

Rohstoffe sind der natürliche und wesentliche Bestandteil des Werkstoffs Stahl. Die Stahlindustrie ist daher auf eine ausreichende und verlässliche Versorgung angewiesen, die in Deutschland fast ausschließlich durch Importe gedeckt werden muss. Der freie und faire Zugang zu den weltweiten Rohstoffmärkten ist für die Branche von großer Bedeutung. Zwar sind die Rohstoffe geologisch verfügbar, jedoch beeinträchtigen Protektionismus und eine hohe Anbieterkonzentration die Versorgungssituation. Diese Handelshemmnisse und die zunehmende Marktkonzentration im Minensektor führen zu Wettbewerbsverzerrungen und erhöhen die Rohstoffpreise.

Die Stahlindustrie hat jedoch auch im Bereich der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle übernommen. Besonders bei der Rohstoffbeschaffung und dem Einsatz von Sekundärrohstoffen setzt die Branche Maßstäbe. In Deutschland wird nahezu die Hälfte des Stahls aus Schrott hergestellt, wodurch wertvolle Rohstoffreserven geschont und CO2-Emissionen reduziert werden. Diese Nachhaltigkeitspraktiken leisten einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung.

Zudem ist die Stahlindustrie auch ein wichtiger Produzent von Sekundärrohstoffen. Schlacken, die bei der Stahlerzeugung anfallen, können in der Bauindustrie oder Landwirtschaft weiterverwendet werden, wodurch der Einsatz von Primärrohstoffen verringert wird.

Ansprechpartner Tobias Aldenhoff Leiter Wirtschafts- & Handelspolitik +49 151 16891028 tobias.aldenhoff@wvstahl.de
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