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Das beleuchtete Bundeskanzleramt in Berlin bei Dämmerung. Das moderne Gebäude mit großen Glasfronten und markanter Architektur symbolisiert politische Entscheidungszentren in Deutschland.

Kabinettsbeschluss zum KTF 2027: Energiepreisentlastungen dürfen nicht zurückgedreht werden!

Berlin, 15. Juli 2026 | Heute hat die Bundes­regierung den Entwurf für den Wirtschaftsplan des Klima- und Transformationsfonds (KTF) für 2027 vorgelegt. Gegenüber dem laufenden Jahr sieht der Entwurf an zentralen Stellen deutliche Reduzierungen der vorgesehenen Mittel vor.

Dazu Kerstin Maria Rippel, Haupt­geschäfts­führerin der Wirtschafts­vereinigung Stahl:
„Trotz aller verständlichen Sparzwänge darf die Reduzierung von Mitteln im KTF nicht dazu führen, dass die von der Bundes­regierung gerade erst auf den Weg gebrachten ersten Energiepreisentlastungen nun schon 2027 wieder zurückgedreht werden. Das wäre ein fatales Signal, das Planungssicherheit und Vertrauen in den Standort untergräbt!

Besonders gilt das für die geplante 15-Prozent-Kürzung des Haushaltszuschusses zu den Übertragungs­netz­kosten. Gerade erst wurde der explosionsartige Anstieg der Netzentgelte wieder rückgängig gemacht und das Niveau des Jahres 2023 wiederhergestellt. Die geplanten Einschnitte würden diese Erleichterung erneut infrage stellen. Allein für die Stahlindustrie drohen dadurch zusätzliche Netzkosten von rund 50 Millionen Euro pro Jahr – ein Anstieg um rund 20 Prozent.

Zudem würde das eigentliche Ziel der Bundes­regierung, endlich international wett­bewerbs­fähige Strompreise für die energie­intensive Industrie in Deutschland zu schaffen, wieder in die Ferne rücken. Unsere Forderung ist deshalb klar: Der Haushaltszuschuss von 6,5 Milliarden Euro muss nicht nur vollständig erhalten, sondern auch für die Folgejahre verlässlich verstetigt werden.

Gleichzeitig müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Stromkosten endlich auf ein international und europäisch wett­bewerbs­fähiges Niveau zu bringen. Die EU-Kommission hat den Spielraum geschaffen, den Industrie­strom­preis zumindest in diesem Jahr teilweise mit der Strompreiskompensation zu verbinden. Diese Möglichkeit muss national genutzt werden!“

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Portraitfoto von Susan Sass, Leiterin Kommunikation der Wirtschaftsvereinigung Stahl
Ansprechpartnerin Susan Saß Leiterin Kommunikation & IT +49 151 62566730 susan.sass@wvstahl.de