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Eine Fußgängerbrücke über den See im Ibirapuera-Park während der Dämmerung, mit silhouettenhaft erkennbaren Personen, darunter eine Person mit einem Fahrrad. Unter der Brücke spiegelt der ruhige See den Himmel, und mehrere Wasservögel sind zu sehen. Die Umgebung ist von Bäumen und einer ruhigen Parklandschaft geprägt. Download Publikation

Stellungnahme zur Umsetzung der Ökodesign-Verordnung

26. September 2025 | Mit der neuen EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR – Verordnung (EU) 2024/1781) wird der rechtliche Rahmen für nachhaltige Produktanforderungen deutlich erweitert. Ziel ist es, über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg Ressourcen­effizienz, Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit sowie Transparenz sicherzustellen. Deutschland setzt die Verordnung derzeit national durch ein neues Ökodesign-Gesetz und eine Mantelverordnung um.  

Die EU-Ökodesign-Verordnung ermöglicht es der Stahlindustrie, ihre Vorreiterrolle in der Kreislaufwirtschaft nachweislich zu untermauern ohne weitere Berichtspflichten auferlegt zu bekommen. Die Stahlindustrie ist als energie­intensive Branche besonders betroffen – sowohl mit Chancen für eine nachhaltige Positionierung als auch mit erheblichen Umsetzungs­heraus­forderungen. Wichtige Aspekte der nationalen Umsetzung betreffen eine praxisnahe und bürokratiearme Ausgestaltung, eine ausreichende Übergangsphase mit reduzierten Sanktionen, die Harmonisierung mit bereits bestehenden Begriffen und Regelwerken sowie klare Regelungen zum Umgang mit Lieferkettenrisiken. Zudem werden praktikable, wirtschaftlich tragfähige Anforderungen an den Digitalen Produktpass (DPP) gefordert.  

Für den geplanten Delegierten Rechtsakt für Stahl und Eisen fordert die Wirtschafts­vereinigung Stahl klare Signale zur Sicherung der europäischen Stahlproduktion durch die Festlegung von Wertschöpfungsanteilen in Europa, eine gezielte Nachfrageförderung für emissionsarmen Stahl, die Nutzung vorhandener Standards (z. B. LESS) sowie realistische Produktkriterien unter Vermeidung pauschaler Rezyklatquoten.

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Porträtfoto Gerhard Endemann, Leiter Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik bei der WV Stahl
Ansprechpartner Gerhard Endemann Leiter Umwelt- & Industriepolitik +49 171 3749891 gerhard.endemann@wvstahl.de
Ansprechpartner Dr.-Ing. Yannik Sparrer Fachgebietsleiter Industriepolitik & Kreislaufwirtschaft +49 170 6693450 yannik.sparrer@wvstahl.de