Dringend notwendige Rahmenbedingungen zum Erhalt der Elektrostahlproduzenten
21. November 2025 | Die Stahlindustrie in Deutschland hat sich mit großem Engagement und erheblichen Investitionen auf den Weg zur Klimaneutralität gemacht. Gleichzeitig ist sie mit massiven zusätzlichen Belastungen konfrontiert: International nicht wettbewerbsfähige Energiekosten, steigende unfaire Importe infolge globaler Überkapazitäten – insbesondere aus Asien – sowie eine Stahlnachfrage auf historischem Tiefststand gefährden den Industriestandort Deutschland in seiner Substanz.
Auf besondere Weise betroffen ist die überwiegend mittelständisch geprägte Elektrostahlindustrie (EAF-Route). Auf sie entfallen rund 30 Prozent der deutschen Stahlproduktion sowie etwa 32.000 direkte Arbeitsplätze. Sie ist Vorreiterin einer klimaneutralen Stahlproduktion und ermöglicht durch den Einsatz von Stahlschrott als Haupteinsatzstoff die effiziente Schließung von Materialkreisläufen – ein zentraler Baustein für Ressourcenschutz und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Mit ihrem flexiblen, hocheffizienten und elektrifizierten Herstellungsprozess trägt sie heute schon entscheidend zur Dekarbonisierung industrieller Wertschöpfungsketten in Deutschland bei.
Die Probleme im Einzelnen:
- Zu hohe Stromkosten
- Emissionsarme Produktion und Investitionsdruck
- Rückgang der Produktion
- Unsichere (Sekundär-)Rohstoffverfügbarkeit
- Zunehmender Importdruck
Was Elektrostahlwerke jetzt brauchen:
- Wettbewerbsfähige Strompreise sicherstellen
- Fairen Handel und lückenlosen Grenzausgleich sichern
- Verfügbarkeit von Stahlschrott sicherstellen
- Heimische Produktion stärken, grüne Leitmärkte schaffen
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