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Solarpaneele, Windräder und Wasserstoffspeicher auf einer grünen Wiese, symbolisch für erneuerbare Energien und nachhaltige Energiespeicherungstechnologien der Zukunft.

EU-Wasserstoffstrategie verabschiedet – Wichtige Weichenstellung für Stahlindustrie in Europa

Brüssel, 08. Juli 2020 | Nachdem am 10. Juni die Bundes­regierung eine Wasserstoffstrategie verabschiedet hat (PM der WV Stahl), legte die EU-Kommission nun heute ihren Vorschlag für eine EU-Wasserstoffstrategie vor. Gleichzeitig wurde eine Wasserstoffallianz vorgestellt, mit dem Ziel EU-Institutionen, nationale Regierungen und Industrievertreter zusammenzubringen. Ziel ist der Aufbau integrierter Wasserstoff-Wertschöpfungsketten in der EU. Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschafts­vereinigung Stahl bewertet die Initiative der EU positiv: „Mit der EU-Wasserstoffstrategie und der nationalen Wasserstoffstrategie der Bundes­regierung liegen nun wichtige Richtungsentscheidungen für eine Dekarbonisierung der Wirtschaft in Europa vor. Es muss jetzt rasch gelingen, Initiativen in den Mitgliedsstaaten und der EU sinnvoll zu koordinieren.“

Für die Stahlindustrie ist es besonders wichtig, dass bezahlbarer Wasserstoff möglichst zeitnah im industriellen Maßstab zur Verfügung steht. „Für eine umfangreiche CO2-Minderung in der Stahlproduktion ist der Wasserstoff-Einsatz ohne Alternative. Ein schneller Markthochlauf wird nur dann gelingen, wenn technologieoffen erzeugter Wasserstoff zu international wett­bewerbs­fähigen Preisen erhältlich ist“, erklärt Kerkhoff. Dabei verspricht die Verwendung von Wasserstoff bei der Stahlproduktion einen herausragenden Hebel bei der Reduzierung von CO2-Emissionen. „Der Einsatz von Wasserstoff in der Stahlerzeugung macht erhebliche CO2-Einsparungen möglich und erlaubt darüber hinaus die Produktion von klima­freund­licheren Produkten entlang der stahlbasierten Wertschöpfungsketten. Daher ist die Verwendung von Wasserstoff in der Stahlindustrie mit Blick auf den Klimaschutz besonders sinnvoll, um große CO2-Minderungen zu erreichen“, so der Verbandspräsident weiter.

In den kommenden Monaten wird es entscheidend sein, einen verbindlichen regulatorischen Rahmen für die Wasserstoffwirtschaft in Europa schnell und verbindlich auf den Weg zu bringen. Dazu gehört auch, dass nationale Initiativen nicht am EU-Beihilferecht scheitern. „Die Stahlindustrie sieht es als zentrale Aufgabe der deutschen EU-Ratspräsidentschaft an, die Wasserstoff-Strategie zu finalisieren und mögliche regulatorische Hindernisse aus dem Weg zu räumen, damit der Weg in eine klima­neutrale Wirtschaft gelingen kann“, erklärt Kerkhoff.

Foto: worldsteel / Gregor Schläger

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Porträtfoto Marvin Bender, Pressesprecher bei der Wirtschaftsvereinigung Stahl.
Ansprechpartner Marvin Bender Pressesprecher (in Elternzeit) +49 170 3349855 marvin.bender@wvstahl.de