CBAM und Emissionsrechtehandel
Die Klimaziele 2030 und das Klimaneutralitätsziel 2045 stellen für den Industriestandort Deutschland eine gewaltige Herausforderung dar. Noch in diesem Jahrzehnt müssen die CO2-Emissionen fast halbiert werden.
Mit der schrottbasierten Elektrostahlproduktion steht bereits ein klimafreundliches Verfahren zur Stahlherstellung zur Verfügung. Und an den Standorten mit Primärstahlproduktion hat der Umbau in Richtung Klimaneutralität längst begonnen: Mit der Direktreduktion ist man technologisch in der Lage, schnell, effizient und in erheblichem Ausmaß Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Zunächst mit Erdgas und perspektivisch mit grünem Wasserstoff.
Damit die Stahlunternehmen in der Lage sind, ihre ambitionierten Klimaschutzprojekte rasch und wirtschaftlich umzusetzen, benötigen sie einen angemessenen politischen Rahmen, der sie unterstützt und Belastungen vermeidet. Dazu gehören ebenso energiewirtschaftliche Voraussetzungen, wie der massive Ausbau von Erneuerbaren Energien und der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft mit entsprechender Infrastruktur. Ein funktionierender Carbon-Leakage-Schutz auf Basis eines lückenlosen CO2-Grenzausgleichs (CBAM), oder wenn dieser nicht sichergestellt werden kann, durch die freie Zuteilung von Zertifikaten im EU-Emissionshandel, sichern die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Stahlproduktion.


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Stellungnahme zum Entwurf Durchführungsverordnung für revidierte Benchmark-Werte
Mit der geplanten Durchführungsverordnung legt die EU-Kommission überarbeitete Zuteilungsbenchmarks für den zweiten Teil der aktuellen Handelsperiode 2026 bis 2030 vor. Diese ergeben sich aus der folgenden Vorgehensweise: Die Benchmarks der dritten Handelsperiode (basierend auf dem Durchschnitt der 10 % effizientesten Anlagen in den Jahren 2007 und 2008) werden mit den durchschnittlichen Emissionen der 10 % […]
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Klimaschutzprogramm 2026: Made in EU-Regelungen und richtige Ausgestaltung entscheidend
Berlin, 25. März 2026 | Heute hat das Bundeskabinett das Klimaschutzprogramm (KSP) 2026 beschlossen. Dazu Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl: „Mit dem Klimaschutzprogramm 2026 legt die Bundesregierung ein umfassendes, aktualisiertes Konzept vor, um die Klimaziele zu erreichen. Dieser Ansatz ist richtig, denn damit der Umbau zur Klimaneutralität gelingen kann, ist ein konsistenter, verlässlicher […]
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Position: Überarbeitung des CBAM – Unzureichende Vorschläge der Europäischen Kommission
19. Februar 2026 | Mit der Einführung des Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) verfolgt die Europäische Union das Ziel, Wettbewerbsverzerrungen durch unterschiedliche Klimaschutzstandards zwischen der EU und Drittstaaten zu verringern. Insbesondere soll verhindert werden, dass energieintensive Industrien ihre Produktion in Länder mit weniger ambitionierten Klimavorgaben verlagern oder dass CO₂-intensive Produkte verstärkt aus solchen Ländern importiert […]
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CBAM: Halbgare Lösungen reichen nicht aus!
Straßburg/Berlin, 17. Dezember 2025 | Die Europäische Kommission hat heute ein Paket von Regelungsvorschlägen vorgestellt, mit denen bestehende Defizite in der Ausgestaltung des CO2-Grenzausgleichmechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism, kurz: CBAM) adressiert werden sollen. Aus Sicht der Stahlindustrie bleibt das Paket jedoch deutlich hinter dem dringend Erforderlichen zurück. „Wir unterstützen den CBAM als unverzichtbares Instrument zur […]