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Wirtschaftvereinigung Stahl: EU-Flaggen vor Gebäude in Brüssel

Europäische Industriestrategie: Verlässlicher Rahmen für die Stahlindustrie erforderlich

Brüssel, 06. Mai 2021 | Mit der Vorlage der aktualisierten Europäischen Industriestrategie hat die EU-Kommission ihre industriepolitischen Ziele und Pläne im Rahmen des Green Deal und vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie vorgestellt. Dazu erklärt Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschafts­vereinigung Stahl: „Um den Herausforderungen unserer Zeit begegnen zu können, benötigt die Stahlindustrie in Deutschland einen kohärenten und verlässlichen politischen Rahmen. Die Stahlunternehmen können durch die Umstellung auf CO2-arme Verfahren bereits bis 2030 ein Drittel ihrer Emissionen einsparen und wollen jetzt durchstarten. Es ist daher zu begrüßen, dass die EU-Kommission in ihrer Industriestrategie die Bedeutung der Branche für das formulierte Ziel einer klima­neutralen Wirtschaft im Jahr 2050 anerkennt. Die Pläne der Kommission sind jedoch nicht konkret genug, um dem hohen Ambitionsniveau der Stahlindustrie zu entsprechen. Das Handlungskonzept Stahl der Bundes­regierung zeigt die komplexen Zusammenhänge der Transformation auf und braucht eine Entsprechung in Europa, um die Umstellung auf CO2-arme Produktionsverfahren zum Erfolg zu führen. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Verschärfung der europäischen wie auch nationalen Klimaschutzziele ist das Engagement für eine nachhaltige und zugleich wett­bewerbs­fähige Stahlproduktion in Deutschland mehr denn je auf eine entsprechende Weichenstellung durch die EU angewiesen.“